Letztes Wochenende waren Nathalie und ich in Tasmanien. Wir sind am Donnerstag Abend los geflogen, haben unser Auto am Flughafen abgeholt und ab gings nach Hobart (die Hauptstadt), wo wir die erste Nacht im Hostel verbracht haben.

hier in grün unsere Reiseroute. Beginn im SO, rüber in den W, dann wieder Richtung O und zurück an den Flughafen...
Freitag frueh waren wir dann in Hobart am Salamanca Place fruehstuecken und dann ging die große Reise quer durch Tasmanien auch schon los.
Der erste Nationalpark. Für die Nationalparks braucht man Pä
sse um sie besuchen zu können. Ein Tagespass kostet ca 10 Euro, gilt aber dann für alle Parks in Tasmanien. In den Parks selbst kann man dann zu verschiedenen Parkplaetzen oder Stationen fahren und von dort gehen die Walks los. Diese können von 10 min bis zu einigen Tagen dau
ern, jenachdem wie wanderbegeistert man ist. Wir hielten uns dann eher an die kleineren, was jed
och auch aufgrund der Zeit war, nicht nur die Faulheut ;)
Mt. Field Nationalpark:
Der Nationalpark ist etwa 159km2 gross und ist einer der aeltesten Parks von Tasmanien.
Unser erstes Ziel war der "Lake Dobson" um den wir einmal herumgelaufen sind. "Lake Dobson Circuit" war somit unser erster Walk von vielen in den 3 Tagen.
der Schotterweg (15 km) hoch zum Lake.
ein Wombad. Ok man muss schon genau hingucken. Ist nur von hinten. Hatten nicht das Vergnügen in von nahem und von vorn zu sehen.
unser Auto. Einsam und verlassen.
Danach gings dann mit dem Auto wieder runter zum "Tall Tree Walk" und dem "Rusell Fall Walk".
Die Baeume waren echt rießig und dick, bis zu 70m oder noch hoeher, die Wasserfaelle einfach überwältigent.
Russell Falls
ein Wallaby. Ruck zuck weg...
Danach sind wir in den Westen der Insel nach Strahan gefahren. Die Strassen in Tasmanien sind
nur einspurig und sehr kurvig. Schneller wie 100km/h kann man da nicht wirklich fahren und mit
unserm Auto den Berg hoch war auch nicht immer so einfach. Man hatte schon manchmal angst wieder rückwärts zu rollen :(
In Strahan angekommen mussten wir uns erst mal ne Unterkunft suchen, was in so einem Kaff (welches als einer der einsamsten und regenreichsten Plaetze Australiens gilt) gar nicht mal so einfach ist. Haben dann irgendwann so einen "Wohnwagen-Bungalow" gefunden. Zum GLück.
Nachdem wir unsern Kram dort verstaut haben gings dann noch zu den 30m hohen "Henty Dunes" und dem 30 km langen "Ocean Beach".
einen Wasserfall, den wir auf dem Weg nach Strahan entdeckt haben. In der nähe von Queenstown.
Henty Dunes. Ist auf dem Bild nicht wirklich gut zu erkennen. Weit und Breit nur Sand.
unsere Unterkunft (die 2te Nacht) in Strahan.
Am naechsten Morgen gings dann weiter in den Cradel Mountain Nationalpark:
Der Park ist ca. 1612km2 gross. Uns persoenlich hat es dort nicht so gut gefallen. Lag vielleicht
aber auch daran das es geregnet hat und einfach nur kalt und ungemütlich war. Da wir halt mal da waren machten wir auch ein par Wanderungen/Walks.
und mal wieder ein Lake. Den man auch in 2 Stunden umlaufen konnte. ÄHHHHHHMMM... No! Weiter gehts.... :)
Da es noch recht früh am Tag war, beschlossen wir einmal quer ueber die Insel in den Osten zum Freycinet Nationalpark zu fahren. Abends dort angekommen haben wir noch schnell eingecheckt und dann gings noch in den 1km entfernten Nationalpark für zwei kurze Walks und einen schoenen Lookout.
Am naechsten morgen sind wir um 6 Uhr aufgestanden und haben uns auf den Weg zur "Wineglass Bay" (für diese Bucht ist der Nationalpark bekannt) gemacht. Zuerst musste man 600 Stufen hoch um zu einem Aussichtspunkt zu kommen. Von dort aus hatte man einfach eine traumhafte Aussicht.
kurzes Päuschen...
Und dann gings auf der anderen Seite nochmal 600 Stufen runter um an den Stand/die Bucht
zu gelangen. Aber es hat sich wirklich gelohnt :) Dadurch waren wir froh, dass wir frueh los sind, wodurch wir den Strand für uns alleine hatten. Auf dem Rückweg (600 Stufen HOCH :( kamen uns bestimmt 30 "andere" Touristen entgegen. Also zeitlich perfekt getroffen :)
die Stufen
der Strand
der Aussichtspunkt auf dem wir waren von unten fotografiert. Naja eigentlich schon auf halbem Weg und gezoomt :)
und wir habens geschafft. ;) *STOLZ*
Danach gings dann noch in den Sueden der Insel nach "Port Arthur" Port Arthur ist eine ehemalige
Straeflingskolonie und heute eine der beliebtesten Touristenatraktionen. Dort konnte man Tagestouren, Zweitagestouren und eine Nachttour, die sogenannte "Gohst Tour" machen, für die wir uns dann auch enschieden haben. Da diese jedoch erst um 21:30 Uhr begonnen hat und wir schon mittags da waren beschlossen wir noch bisschem am "White Beach" zu chillen. Danach
gabs noch Dinner und Käffschen in einer kleinen Gaststätte (die einzigste in der ganzen Umgebung muss man dazu sagen).
Pirates Bay auf dem Weg nach Port Arthur
lustige Briefkästen, die man immer am Straßenrand sah, aber fast nie ein Haus dahinter!!! Sag doch alles über die wohnverhältnisse aus oder?
Bei der Gohst Tour wurde man im dunkeln über das Gelaende, in ein paar Häuser und das Gefängnis geführt. Der Tourguide erzählte dabei schaurige Geschichten, welche anderen Besuchern passiert sind (oder auch nicht??!!). War schon gruselig :( Aber erst der Anfang unserer "persönlichen" Ghost Tour zurück nach Hobart...
die Kirche
Nathalie der "mittlere" Lampenträger. hehe
Wir hatten es leider verpeilt zu tanken und mussten den halben Weg hoffen das unser Sprit reicht :)
Weil in Tasmanien Nachts um 23 Uhr eine offene Tankstelle zu finden ist nicht einfach, vor allem wenn man irgendwo im Niergendwo ist. Wenn man Glueck hat kommt einem alle Stunde mal ein Auto entgegen. Dafür, wie schon erwähnt, hat man das Vergnügen viele tote Walabies und Tasmanische Teufel am Straßenrand zu sehen. :( Haben aber auch ein paar lebende während der Fahrt gestroffen und nicht überfahren :)
Gegen 1:30 Uhr sind wir dann mit zum Glueck wieder vollem Tank am Flughafen angekommen, haben noch 3 Stunden im Auto geschlafen, dann das Auto abgegeben, noch bisschen in der FLughafentoilette frisch gemacht und dann gings wieder ab nach Melbourne. Nathalie musste dann direkt vom Flughafen zur Arbeit und ich die Glueckliche durfte nach Hause ...
Also Tasmanien ist echt ein schönes Fleckchen und wir waren absolut nicht lost ... :)